Alle Artikel mit dem Tag 'politik, gesellschaft'


Mein Name ist mein Schwert

hingekritzelt am Freitag, dem 13. Juli 2007 um 16:53 Uhr

Das OLG Hamburg hat heute entschieden, dass Unternehmensnamen in den URLs von Privat-Blogs nicht erlaubt sind. Könnte ja zur Verwirrung beitragen, ob die Seite nun von der Firma ist oder wie oder was. Das Namensrecht gelte.

Jetzt stellt sich die Frage: bezieht sich das nur auf Blogs, oder auch auf andere Seiten? Wenn erstes: wann ist ein Blog ein Blog (in miserabelster Grönemeyer-Manier singend)? Oder am Bespiel Bildblog: was ist, wenn ich den Blog ‘Bildungsblog’ nennen würde? Nichts halbes, nichts ganzes? Könnte ich einen Blog namens ‘Bundestags-Blog’ einrichten, oder gelten da Namensrechte nicht?

Naja, ist mal wieder so ein Urteil, das herzlich wenig durchdacht ist, und eines das beweist, dass wir inzwischen in solch einer technologischen Zeit leben, in der das Recht sich dem Stand der Technologie auch mal anpassen muss.

 

In other news: damit nicht zusammenhängend, passt aber gerade schön in das Paket rein, hat die aktuelle US-Regierung eine wunderschöne neue Front im Krieg gegen den allmächtigen Terror gefunden, nämlich kritische Äußerungen im Netz. Oh what a world/It seems we live in… [via Megaman René]

Absolut Total

hingekritzelt am Samstag, dem 16. Juni 2007 um 10:32 Uhr

Hat jemand mal bemerkt, dass sich auf diesem wunderbaren Kontinent namens Europa ‘ne neue Diktatur bildet? Da drüben, in dem Land von Baguettes, Fromage und Sonnenkönigen. Naja, es scheint ja heutzutage auch immer leichter, in ‘nen Neo-Absolutismus zu fallen.

Das klitzkleine Problem, das ich hier sehe, ist nur … der Sarkozy-Giftzwerg hat ja nichts falsch gemacht, ist normal gewählt worden; im Gegenteil, er hat ja alles sehr richtig und sehr gut gemacht; auch das Parlament unterzog sich einer regulären Wahl. Kann ein System das Ergebnis einer Wahl gerichtlich anfechten, wenn es ihm nicht in den Kram passt?

Kettenreaktion

hingekritzelt am Freitag, dem 20. April 2007 um 01:20 Uhr

  1. Ein Amerikaner Nicht-Amerikaner* schießt, ca. 30 Sterben.
  2. Europäer** finden die Schuld bei den lockeren Waffengesetzen.
  3. Amerikaner finden das gar nicht cool, dass die Europäer nicht mittrauern, sondern stattdessen Beschuldigungen loslassen. Die Europäer** sind ja aber nunmal auch allesamt linke, liberale Nazi-Kommunistenschweine.
  4. Europäer** finden das gar nicht cool, dass die Amerikaner das gar nicht cool finden.

Hört sich eigentlich nach ner netten Seifenoper an. Als 4a. darf ich anmerken, dass da dann doch ein paar bemerkenswerte Sätze bei herauskamen, von einem empörten Europäer**:

“Die wütenden Antworten der amerikanischen Leser auf die europäischen Pressestimmen zeigen deutlich das Ausmaß des US-amerikanischen Realitätsverlustes”, schreibt Thorsten Schnittke. “Das Recht auf Selbstverteidigung, der Wert eines jeden Individuums, das es zu schützen gilt, scheinen in den Vordergrund gestellt zu sein und überlagern die eigentliche Problematik: Der Mensch ist zwar ein vernunftbegabtes Wesen, nur ist diese Vernunft bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger ausgeprägt. Ich möchte nicht den Menschen ein Recht zusichern, welches in so hohem Maße auf die Vernunft des Einzelnen setzt. Sicher trägt das Waffengesetz zur Sicherheit bei - und wenn es auch nur die gefühlte Sicherheit ist. Aber die Frage, ob der Mensch von seiner Vernunft her dazu befähigt ist, eine Schusswaffe zu besitzen, sie im Raum womöglich in der Nähe seiner Kinder aufzubewahren und die Waffe einen Teil des Familienlebens werden zu lassen, bleibt weitgehend unausgesprochen.

Gut, stimm ich zu. Ich würde lieber jedem einzelnen Menschen seine Vernunft anzweifeln, als sie jedem per se zuzuschreiben.

Weitermachen.


*Gefundenes Fressen
**Mit “Europäer” verallgemeinere ich hier, ich meine jene Deutschen, die sich zu Leserbriefen an Spiegel Online bequemten. Macht die Sache einfacher. Und hübscher.

Ist es dreist wenn…

hingekritzelt am Donnerstag, dem 19. April 2007 um 13:24 Uhr

…man sich elendig freut, und derbe hofft sie werden alle verrecken (und kommt mir jetzt Keiner mit “die tun doch auch nur ihren Job”)?

Mal davon abgesehen dass bei anderen Arten der Jagd - Wald-Wild z.B. - nicht eine solche Aufruhr gemacht wird. Aber die sind ja auch nicht vom Aussterben bedroht.

Globalisation everywhere

hingekritzelt am Sonntag, dem 23. April 2006 um 13:59 Uhr

Seen in Budapest.

McLenin's