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Der Patriot

hingekritzelt am Freitag, dem 23. Februar 2007 um 01:40 Uhr

Für alle, die nun auf den wunderbaren Film mit Mr. Gibson hofften, kann ich nur auf die nächste Videothek eures Vertrauens verweisen.

Als ich vor ca. sechs/sieben Jahren für ein Austauschjahr in den USA war, kam ich nicht umhin besondere Patriotismen bewundern zu dürfen. Es war eines Abends, Geburtstagsparty, Karaoke, Wischwasser-Bier usw. Man kennt das, klischeehafter Weise. Die Tatsache, dass ich das wohl mit Abstand beste, bedeutenste und emotionalste Lied aller Zeiten vortragen durfte störte mich damals nicht. Der Name Lee Greenwood sagte mir nichts, schon gar nicht der Titel, God Bless The U.S.A.. Aber es war der Renner, glaubt mir. Nun habe ich lustigerweise, in einem Anfall von Suchlust nach Amerika-bezüglichen Songs (darunter natürlich Klassiker wie Jon Wayne’s Texas Funeral und Denis Leary’s Asshole) also dieses Lied in meiner MP3-Spielkiste wiedergefunden. Und die Lyrics. Und mein Lachen!

If tomorrow all the things were gone, I’d worked for all my life,
And I had to start again, with just my children and my wife,
I’d thank my lucky stars, to be livin’ here today.
Cause the flag still stands for freedom, and they can’t take that away.

And I’m proud to be an American, where at least I know I’m free
And I won’t forget the men who died, who gave that right to me
And I gladly stand up next to you and defend her still today
Cause there ain’t no doubt I love this land, God bless the USA!

From the lakes of Minnesota, to the hills of Tennessee
Across the plains of Texas, from sea to shining sea
From Detroit down to Houston, and New York to LA
Well there’s pride in every American heart, and it’s time we stand and say

That I’m proud to be an American, where at least I know I’m free
And I won’t forget the men who died, who gave that right to me
And I gladly stand up next to you and defend her still today
Cause there ain’t no doubt I love this land, God bless the USA!

And I’m proud to be an American, where at least I know I’m free
And I won’t forget the men who died, who gave that right to me
And I gladly stand up next to you and defend her still today
Cause there ain’t no doubt I love this land, God bless the USA!

Was für ein Lied! Musikalisch einfach top. Alles drin was man braucht:

  • Leicht rauchige Stimme von nem Dreitagebärtler? Check!
  • Strings? Check!
  • Drums auf 2 und 4? Check!
  • Background-Patrioten-Chor? Check!
  • Bridge-Crescendo über Parallel-Moll? Check!
  • 80er-Jahre-Drums-Fill-In? Check!
  • Militär-Snare-Wirbel? Check!
  • Break mit Crash? Check!
  • Ritardando zum Orgasmus auf die Tonika? Check!

Und bitte, bitte, kuckt euch die Greenwood-Seite bei Wikipedia an. Also, das Bild, insbesondere. Bitte! God bless the USA!

Playlist der Woche III

hingekritzelt am Sonntag, dem 10. Dezember 2006 um 02:54 Uhr

“There was a Little Alley in San Francisco Back of the Southern Pacific Station at Third and Townsend in Redbrick of drowsy lazy afternoons…”

  • Aimee Mann - Momentum [Magnolia O.S.T., 2000]
    Den meisten wohl bekannt durch ihren Weitschläger “Save Me”, schafft Ms. Mann es mit Momentum gleichzeitig melancholischen wie tanzbar glücklichen Song zu erschaffen. Das Interlude-Solo klingt übrigens, so finde ich, ein wenig viel nach Queen in guten Zeiten.

Oh, for the sake of momentum,
I’ve allowed my fears to get larger than life
And it’s brought me to my current agendum
Whereupon I deny fulfillment has yet to arrive

  • Frank Black - If Your Poison Gets You [Fast Man/Raider Man, 2006]
    Frank Black a.k.a. Black Francis aka. Charles Michael Kittridge Thompson IV a.k.a. Lead-Sänger der Pixies beweist als Solokünstler immer wieder die 180°-Wende von den Pixies, und hier beweist er sich einmal mehr als der König der 1-6-4-5-Akordfolgen, die bei ihm aber alles andere als deplatziert klingen. Dieses Lied selber könnte man sogar einem eventuellen neuen Album Jack Johnsons zuordnen, wüsste es man nicht ernsthaft besser.
  • Red House Painters - All Mixed Up [Songs for a Blue Guitar; 1996]
    Ha! Ich hab’s endlich mal geschafft etwas über Mark Kozelek zu schreiben. Spärlich, sehr, aber ein Anfang.
  • Azure Ray - Rest Your Eyes [Burn And Shiver, 2002]
    Homer? Odyssee? Sirenengesang? Ja. Oder auch: das göttliche, längst vergessene Pferde-Musik-Flash. Kommt mir beides in den Sinn.
  • Giora Feidman - Vehaeir Eineinu [Viva el Klezmer, 1991]
  • Jazzattack - Pornospecht [Hausgemacht, 2004]
    Dieser Eintrag ist halb Werbung für Jazzattack, halb Liebeserklärung an wirklich fabelhaft tollen Jazz. Pornospecht bringt wieder einmal diese halbe Sekunde Ekstase, im Saxophon-Solo, wo es nach einem dreifach g#-a-h schnell auf’s e hoch, und gleich aber wieder auf’s c# zurückfällt. Ja, ehrlich, Gänsehaut.
    Im Übrigen findet sich Jazzattack im nächsten wieder zu Konzerten ein. Also, Obacht sei geboten!
  • Midlake - Head Home [The Trials of Van Occupanther, 2006]
    Es ist immernoch, wie damals beschrieben, hinreißend was Midlake auf dieser Platte abgeliefert haben. Und Head Home ist einer dieser Songs, der einen nicht mehr loslässt, einmal gehört.
  • Ell Fitzgerald - Blues Skies
    Ich hatte dieses altbekannte Stück der Jazz-/Swing-Geschichte, im Original von Irving Berlin, schon länger nicht mehr gehört. Doch neulich sah ich mir “Star Trek: Nemesis” an. In einer der Anfangsszenen singt (der Android) Data es auf solch eine Weise, die selbst Dean Martin und Konsorten in den Schatten stellen würde. In dieser Version jedoch beweist die ehrwürdige Lady Ella einmal mehr, welch enormes Volumen sie hat, und dass ihre Variationsfähigkeit Blasinstrumenten gleichkommt.