Alle Artikel mit dem Tag 'musik, reviews'


Rufus Wainwright: Release The Stars

hingekritzelt am Freitag, dem 01. Juni 2007 um 01:09 Uhr


Ich bringe es jetzt einfach einmal auf den Punkt: Rufus Wainwright ist unterbewertet. Gewesen. Von mir. Sein neues Album, Release The Stars, hat es sehr schnell geschafft, meine Aufmerksamkeit auf das bei mir wild, verstaubt und versteckt rumlungernde Poses-Album zu lenken, und mich genauso schnell dazu bewegt, mir seine restlichen Alben zu besorgen. Aus Faszination, aus Drang sein gesamtes Schaffen kennenzulernen.

Ich habe erstaunlicherweise nicht, wie sonst, lange gebraucht um in dieses Album einzudringen, nein, es in mich eindringen zu lassen. Es macht es einem aber auch einfach. Einen nicht geringen Anteil daran hat sicherlich seine Stimme, seine Intonation, sein Vermögen Noten lange zu halten, aber nie zu übersteuern oder unnötig zu binden, sein Können auch die schwierigsten Töne zu treffen.

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The Shins: Wincing The Night Away

hingekritzelt am Sonntag, dem 13. Mai 2007 um 12:53 Uhr


Als Andrew Largeman alias Zach Braff in Garden State gesagt bekam, die Shins würden sein Leben verändern, hatte die junge Dame, die das sagte, gar nicht mal so Unrecht. Als ich die Shins erstmals hörte, vor ein paar Jahren, mit ihrem Album Chutes Too Narrow, veränderten sie tatsächlich … naja mein Leben nicht, aber meinen Musikgeschmack schon. Vielleicht nicht um 180°, aber gute 37,6° werden’s schon gewesen sein. Sie hatten damals die Gabe, etwas Neues zu schaffen, nicht repliziert sondern teilweise aufgebaut auf Altem. Es war diese hinreißende Mischung aus 60s Pop-Rock, Folk und Vocals.

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Einhundertundeinunddreißig Tage

hingekritzelt am Samstag, dem 12. Mai 2007 um 00:03 Uhr

Ganz traditionell ist am zwölften Tag eines jeden fünften Monats eines Jahres für mich immer Album-Revue der ersten einhundertundeinunddreißig Tage jenes Jahres angesagt. Hat sich so etabliert. Naja, nicht wirklich, aber ich hab gerade Lust. Und so werde ich in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen immer mal wieder komische, kranke Gedanken über dieses und jenes Album rauslassen. Ich habe mir folgende Alben – in loser Reihenfolge - vorgenommen, mal sehen was daraus wird.

Eine beachtliche Liste, und wenn auch nur einer denkt ich werde das schaffen, so soll er bitter enttäuscht werden. Wahrscheinlich werde ich mit meinen Lieblingen anfangen, und dann stetig in Quali- und Quantität abnehmen. Immerhin, der berühmte Philosoph Homer sagte einmal wahre Worte: der Versuch ist der erste Schritt zum Versagen.

Battle of the Critics

hingekritzelt am Mittwoch, dem 28. Februar 2007 um 12:44 Uhr

Ich bin ein wenig erschüttert. Nicht nur weil ich zum ersten Mal mit Herrn Wiggers Meinung nicht übereinstimme. Zwar ist Air’s Pocket Symphony nicht überragend wie vorige Alben, aber vier Punkte?!

Nein auch weil … ich würde hieraus gerne so bald wie möglich ne Seifenoper im chilenischen Stil machen. Besorgt mir Geldgeber, los!

Spiegel Online, 27.02.07
SpOn: Nicht zeitlos
Da mir Wordpress hier immer mal wieder reinpfuscht und das SpOn-Bild manchmal auf “nicht anzeigen” setzt, egal was ich mache: hier der Link zum Bild

Tonspion, 28.02.07
Tonspion: Für die Ewigkeit

For Which We Are Truly Thankful

hingekritzelt am Donnerstag, dem 30. November 2006 um 00:22 Uhr

lambchop
© Dani / ElChicoDeLaLeche [flickr]

Das Problem bei Lambchop, für Außenstehende, Ungehörige sozusagen, ist, dass sich viele ihrer Songs zunächst ähnlich anhören mögen. Ruhig. Zurückhaltend. Beruhigend.

Doch es ist gar nicht auszudenken, wie diese Band aus Nashville, Tennessee auf Konzerten variieren, gar improvisieren kann. Insbesondere wenn man einen Auftritt mit solch vielen, verschiedenen Künstlern aufbietet. Und dennoch tritt beim gemeinen Zuhörer eine solche innere Ruhe, vielmehr aber noch eine innere Zufriedenheit ein, wie man sie wohl selten erleben mag.

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Van Occupanther

hingekritzelt am Mittwoch, dem 15. November 2006 um 21:47 Uhr


Van Occupanther. Van Occupanther. Van Occupanther. Was ist denn das für ein Name? Hm, besser mal ich fang am Anfang an:

Wow. Just wow. Ich war lange, wirklich lange nicht mehr so sehr von einem gesamten Album so begeistert wie von Midlake’s zweiten Release “The Trials of Van Occupanther“. Wow! Zuerst band mich die musikalische Nähe Midlakes zu Sun Kil Moon, den Red House Painters, dementsprechend Mark Kozelek (und das will was heißen!) und den Flaming Lips. Aber dann, nach etwa einer Woche - und das ist für mich Rekordzeit - merkte ich dass Midlake, bestehend aus fünf Texanern, etwas ganz eigenes sind, etwas ganz eigenes kreiert haben. Das Album klingt so komplett wie schon lange keines mehr, nicht mehr seit Sun Kil Moon’s “Ghosts Of The Great Highway“, nicht mehr seit Death Cab for Cutie’s “Transatlanticism“, nicht mehr seit “Set Yourself On Fire” von den Stars, ja sogar nicht mehr seit Kettcar’s “Du und wieviele von deinen Freunden” (auch wenn die beiden letzteren jetzt nicht so in die Genre-Liste rein passen).

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Coup Liberté

hingekritzelt am Freitag, dem 10. November 2006 um 21:29 Uhr

Habe mal wieder zwei neue Bands aufgetan. Neu für mich zumindest. Zum einen sehe ich da die fantastische Band Yeti, die die Babyshambles wohl so einfach in den Schlaf schaukeln könnte. Wo da der Zusammenhang besteht? Beide Bands resultierten aus der Auflösung der nicht minder begabten Libertines um Sänger Pete Doherty und Bassist John Hassall. Während Pity-Pete [frei verfügbare Bild-Schlagzeile hier einfügen] sich also den Babyshambles zugetan (und meines Wissens inzwischen auch wieder abgetan) hat, gründete Hassal eben Yeti. Müsste ich vergleichen, würde ich Yeti einen mehr als gesunden Mix aus Beatles, Bob Dylan, Libertines und, ja, auch ein wenig Monty Python (s.u.). Gefunden habe ich die Band übrigens durch die Seite einer italienischen Mode-Firma. Da soll mann noch sagen Merchandising und PR ist unnützes Teufelszeug.

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Schwedische Gardinen

hingekritzelt am Freitag, dem 29. September 2006 um 15:18 Uhr


Mit Mando Diao ist das so ‘ne Sache. Das erste Album, “Bring ‘Em In,” ging glanzlos an mir vorbei. Auch nach mehrmaligem Hören kann ich dem nichts abgewinnen. Das zweite Album, “Hurricane Bar” schlug dagegen voll bei mir ein. Wenn auch erst mehr als ein Jahr nach dem Release. Von Songs wie “God Knows” und “You Can’t Steal My Love” komm ich rein gar nicht mehr los, so gut find ich sie. Die Tatsache dass sie inzwischen Weltruhm erlangt haben und nonplusultra-Hype sind stört mich dabei eher weniger. Vor circa zwei Monaten habe ich mich total geärgert, auf ein Konzert von ihnen nicht gehen zu können, da es preislich einfach nicht meiner Bandbreite entsprach.

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