Alle Artikel mit dem Tag 'musik, recommendations'


Tool Box: Update

hingekritzelt am Freitag, dem 17. August 2007 um 12:38 Uhr

Fast schon endlich möchte ich sagen, ist Calexico’s neues Album jetzt* veröffentlicht. Es ist eine reine Instrumental-CD, und erinnert mich beim erstmaligen Anhören stark an John Convertino’s Ragland, was wohl daran liegen mag, dass die Songs nur von Joey Burns und eben John Convertino eingespielt wurden. Ich würde es ein Album nennen, dass weniger als andere an Calexico erinnert, dennoch eher etwas für die hart-gesottenen Fans ist als für die halbe Welt wie beim letzten Album Garden Ruin, denn es ist einfach minimalistischer. Und den Ausdruck “Tour-Album” vom letzten Beitrag muss ich auch noch etwas revidieren: dies ist kein Tour-Album, sondern wird während der Tour verkauft. Ansonsten kann man es auch noch im Calexico-Store bestellen (man kommt auf gute €15 incl. Versand).

MP3: Hair Like Spanish Moss

Ach ja, auf der Calexico-Seite kann man sich dann noch den ersten Track, Above The Branch, anhören.

*Hach, wat wäre isch ein jutes Bild-Redakteurschen. ‘Jetzt’ ist natürlich sehr relativ, ich habe das Release einfach erst vor ein paar Tagen entdeckt.

3voor12 Roundup

hingekritzelt am Donnerstag, dem 05. Juli 2007 um 16:36 Uhr

Ich war gerade mal wieder ein wenig bei 3voor12 stöbern, und auch diesmal sind wieder einige sehr interessante Alben angeboten, wie immer in voller Länge als Flash.

Erwähnenswert ist da Ga Ga Ga Ga Ga von Spoon aus Austin, TX, das ja in letzter Zeit so wunderbar oft als großartig rezensiert wurde, und auch ich kann dem Album eine gewisse Sexyness nicht absprechen. Im übrigen ist es auffallend wie viel gute Bands Texas in den letzten Jahren hervorgebracht hat: Midlake, Okkervil River, Voxtrot, The American Analog Set und Shearwater sind ein paar die mir da einfallen.

Desweiteren gibt’s da noch das anscheinend gute zweite Album der Editors, An End Has A Start. Ich hab’s nur mal überflogen, will mich aber dementsprechend nicht großartig darüber äußern. Hab aber ein gutes Bauchgefühl; ein ruhiges.

Zuguterletzt dann noch John Doe’s Album A Year In The Wilderness. Ich muss zugeben, er war mir bis dato absolut unbekannt, aber das was ich höre klingt gut. In manchen Stücken kommt (bei mir) Elvis Costello’s Stimme rüber, und die Tatsache, dass sowohl Jill Sobule, Kathleen Edwards, als auch Aimee Mann auf der LP mitwirken sollte einiges aussagen.

Calexico & Iron And Wine: Live in Washington, D.C.

hingekritzelt am Mittwoch, dem 13. Juni 2007 um 17:23 Uhr

In meinem wohl nie enden wollenden Quest nach Live-Aufnahmen, besonders von Calexico und Iron And Wine, bin ich mal wieder auf etwas Schönes aufmerksam geworden. Ich habe vor knapp nem Jahr mal irgendwo im Netz eine Live-Cover-Aufnahme von oben genannten Bands von The Velvet Underground & Nico’s grandiosem All Tomorrow’s Parties gefunden, und begab mich nun auf die Suche nach dazugehörigem Konzert, denn wo Silber herkommt könnte es immerhin auch Gold geben.

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Tool Box

hingekritzelt am Mittwoch, dem 06. Juni 2007 um 11:05 Uhr

Für alle Freunde guter Americana-/Folk-/Mariachi-Musik eine erquickende Nachricht: Teile von Calexico arbeiten an einem neuem Tour-Album namens “Tool Box *. ‘Teile von Calexico’, das sind diesmal nur Sänger Joey Burns und Schlagzeuger John Convertino**.

The instrumentation between John and my collection features acoustic/electric guitars, drums, upright bass, cello, vibes, accordion, glockenspiel, cuatro, banjo and a new addition to the collection, a waylacho from Mexico. John and I ping ponged parts and popped out the album in three days. We wanted to go back to basics and see what we could do with just a handful of instruments played between the two of us. It was fun and sounds good with lots of soundtrack worthy material and headphone friendly sounds for those who never leave home without their bubble.

Ich bin mir noch nicht sicher was “headphone friendly sounds” sind, das macht die ganze Geschichte aber in keinster Weise unspannender. Im Übrigen spielt Calexico diesen Sommer wieder in Europa, und glaubt mir wenn ich zum zig-tausendsten Male predige: es lohnt sich!

*Der Casa de Calexico Blog hat es noch nicht so ganz mit den Permalinks raus, vielleicht ist es auch Absicht, k.A. Der Link führt jedenfalls zum Blog selber, nicht zu dem Artikel an sich (namens ‘Recording, resting and ready for more?‘)

**dessen 2005er Soloplatte “Ragland” übrigens sehr empfehlbar ist. Minimalistic Jazz vom Feinsten.

Tucson in China in Stockholm

hingekritzelt am Sonntag, dem 03. Juni 2007 um 14:41 Uhr

calexico_venue
(C) Copyright alien paranoia @ flickr

Als ich vor ca. zwei oder drei Jahren ein paar nette kleine MP3-Dateien aus dem Netz zog, muss ich wohl übersehen haben, dass die auch als FLAC verfügbar waren. Das wurde nun nachgeholt, und ich nutze die Gelegenheit um auf jene Musik hinzuweisen:

Calexico’s wohl bestes Konzert bis dato, live im China Theatre in Stockholm, vom 25. April 2003, und immernoch generell eine meiner Lieblings-Live-Aufnahmen. Eine Wahnsinnsperformance mit 23 fantastischen Songs von Klassikern wie Crystal Frontier, Quattro (World Drifts In) und Across The Wire bis zu damals noch ungehörten Sachen wie Sunken Waltz und Not Even Stevie Nicks.
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Rufus Wainwright: Release The Stars

hingekritzelt am Freitag, dem 01. Juni 2007 um 01:09 Uhr


Ich bringe es jetzt einfach einmal auf den Punkt: Rufus Wainwright ist unterbewertet. Gewesen. Von mir. Sein neues Album, Release The Stars, hat es sehr schnell geschafft, meine Aufmerksamkeit auf das bei mir wild, verstaubt und versteckt rumlungernde Poses-Album zu lenken, und mich genauso schnell dazu bewegt, mir seine restlichen Alben zu besorgen. Aus Faszination, aus Drang sein gesamtes Schaffen kennenzulernen.

Ich habe erstaunlicherweise nicht, wie sonst, lange gebraucht um in dieses Album einzudringen, nein, es in mich eindringen zu lassen. Es macht es einem aber auch einfach. Einen nicht geringen Anteil daran hat sicherlich seine Stimme, seine Intonation, sein Vermögen Noten lange zu halten, aber nie zu übersteuern oder unnötig zu binden, sein Können auch die schwierigsten Töne zu treffen.

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Pink Martini: Hey Eugene!

hingekritzelt am Freitag, dem 25. Mai 2007 um 20:41 Uhr

Bei 3voor12 lässt sich Pink Martini’s neuestes Album, Hey Eugene!, anhören. Pink Martini dürften wenn dann die meisten vom Hôtel Costes Vol. 2-Album kennen, damals mit ihrem Song Sympathique.

Hey Eugene! hört beim ersten Hören wunderschön verquert an - ein langsamer Ritt durch ordentlich viele Stile und Sprachen.

Update: Sorry, bei 3voor12 ist det Ding leider “niet meer beschikbaar”.

Daniel’s Buch

hingekritzelt am Sonntag, dem 20. Mai 2007 um 22:03 Uhr

Erstmal: das Soundmag hat im Januar ein Interview mit The Book Of Daniel geführt. Ein Abschnitt davon hat mich extrem begeistert:

Soundmag: Auf deinem Album gibt es einige religiöse Referenzen, nicht zuletzt im Projektnamen. Würdest du dich als religiösen Menschen charakterisieren?

Daniel: Ich bin keiner von denen, die behaupten, dass das was ich tue ein Geschenk von Gott wäre. Denn ich arbeite sehr hart und diese Anstrengung belastet mich ebenso wie sie mich antreibt. Aber zweifellos bete ich oft zu Gott, jedoch eher in dem Sinn, dass er oder es etwas in mir darstellt, das so unglaublich viel größer ist als ich selbst. Gott stellt keine physische Person dar und ich setze ihn auch nicht mit der Tätigkeit des Musikmachens gleich. Gott geschieht, wenn Linda aus Sheffield, Marcus aus Bochum oder Lars aus UmeÃ¥ tief einatmen und dabei die Welt dort draußen vergessen – selbst wenn es nur für die 30 Sekunden geschieht, in denen sie Musik hören. Er ist in den Momenten, wenn jemand seine Schritte auf dem Weg zur Arbeit abbremst, um noch einen Song mehr zu hören, bevor ihn all das verschlingt, was er an diesem Tag tun muss. Diese Sekunden, diese langsamen Schritte – das ist Gott für mich.

Und nun, lasst mich kurz die Arme in die Luft werfen, um dem großartigen Sound, den Daniel Gustafsson alias ’The Book Of Daniel’ dort, auf seinem Songs For The Locust King Album, fabriziert hat. Diese Mischung aus Folk und Jazz ist einfach fantastisch, hinreißend, glänzend wunderschön! Anhören, kaufen!

Gute Musik

hingekritzelt am Mittwoch, dem 09. Mai 2007 um 12:55 Uhr

Artists

Albums

Playlist der Woche V

hingekritzelt am Mittwoch, dem 25. April 2007 um 16:17 Uhr

Nanu, wo ist denn PdW IV geblieben? Fragt man sich so, auf der Straße. Naja, also die hatte ich vor ca. 2,5 Monaten gestartet, ist dann aber so in die Länge ausgeartet, dass ich bis heute nicht dazu kam, ihr den finalen Strich zu verpassen. Also mach ich einfach ohne zu zwinkern weiter. Mit #V.

  • Feist - “Limit To Your Love” [The Reminder; 2007]
    Und ich dachte schon Leslie Feist würde für immer ein Geheimtipp bleiben. Naja, heutzutage in aller Munde. Zurecht aber auch.
  • Kings of Leon - “Knocked Up” [Because Of The Times; 2007]
    Allein wegen der Intonation, der Betonung und den ausgefeilten Lyrics…

She don’t care what her mama said, no
She’s gonna have my baby
I’m taking all i have to take
This takings gonna shake me

  • Tommy Emmanuel - “Country Wide” [Live One, 2005]
    Tommy. Emmanuel. Der Name sollte alles sagen. Das Live-Album ist, typisch für ihn, klasse. Und so auch die Single. Ich komme immer mehr zu der Annahme, dass autodidakte Gitarristen in manchen Bereichen einfach mehr drauf haben als die “Belehrten”. Dolle Verallgemeinerung, oder?
  • Laura Veirs - “Jailhouse Fire” [The Triumphs & Travails Of Orphan Mae; 2001]
    Wieder eine große SongwriterIN, der ich vorher noch kein Gehör geschenkt hatte. Allein das wär mal einen Artikel wert.
  • Chet Atkins & Tommy Emmanuel - “Borsalino” [The Day Fingerpickers Took Over The World; 1997]
    Nochmal Tommy Emmanuel, und diesmal mit dem inzwischen verstorbenen Mr. Atkins. Zwei Virtuosen, hat was von Django Reinhardt.
  • Bruce Springsteen & The E-Street Band- “American Skin (41 Shots)” [Live In New York City; 2001]
    Also, jetzt selbst mal an Nicht-The Boss-Fans. Dieses Album, und das sag ich mit voller Überzeugung und Live-Alben-Affinität, ist einfach die Wucht. Besorgen, los! American Skin ist ein eher ruhigeres Lied auf der Platte, das dennoch überwältigt. “Springsteen wrote this in response to the 2/99 NYC Police fatal shooting of Amadou Diallo. Four cops shot Diallo 41 times, believing the African imigrant was reaching for a gun when, in fact, he was unarmed and was reaching for his wallet. The four officers were acquitted at trail. After Bruce perfomed this song for the first time, the head of the NY Fraternal Order of Police, Bob Lucente, called Springsteen a ‘dirtbag’ & a ‘floating fag’.”
  • The National - “Fake Empire” [Boxer, 2007] [MP3]
    Was ne Stimme! Was ein Aufbau! Muss zugeben, bis das Schlagzeug und der Bass einsetzen, erinnert mich das Stück ein wenig an Cash.
  • Kid Frost - La Raza [Hispanic Causing Panic, 1990]
    Wow, das muss das erste mal sein, dass ich irgendetwas Hip-Hop-Artiges bewerbe. Aber das Ding ist fein, nicht so überdreht wie der ganze andere Scheiß, sondern schön subtil. Gefällt mir.