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Playlist der Woche III

hingekritzelt am Sonntag, dem 10. Dezember 2006 um 02:54 Uhr

“There was a Little Alley in San Francisco Back of the Southern Pacific Station at Third and Townsend in Redbrick of drowsy lazy afternoons…”

  • Aimee Mann - Momentum [Magnolia O.S.T., 2000]
    Den meisten wohl bekannt durch ihren Weitschläger “Save Me”, schafft Ms. Mann es mit Momentum gleichzeitig melancholischen wie tanzbar glücklichen Song zu erschaffen. Das Interlude-Solo klingt übrigens, so finde ich, ein wenig viel nach Queen in guten Zeiten.

Oh, for the sake of momentum,
I’ve allowed my fears to get larger than life
And it’s brought me to my current agendum
Whereupon I deny fulfillment has yet to arrive

  • Frank Black - If Your Poison Gets You [Fast Man/Raider Man, 2006]
    Frank Black a.k.a. Black Francis aka. Charles Michael Kittridge Thompson IV a.k.a. Lead-Sänger der Pixies beweist als Solokünstler immer wieder die 180°-Wende von den Pixies, und hier beweist er sich einmal mehr als der König der 1-6-4-5-Akordfolgen, die bei ihm aber alles andere als deplatziert klingen. Dieses Lied selber könnte man sogar einem eventuellen neuen Album Jack Johnsons zuordnen, wüsste es man nicht ernsthaft besser.
  • Red House Painters - All Mixed Up [Songs for a Blue Guitar; 1996]
    Ha! Ich hab’s endlich mal geschafft etwas über Mark Kozelek zu schreiben. Spärlich, sehr, aber ein Anfang.
  • Azure Ray - Rest Your Eyes [Burn And Shiver, 2002]
    Homer? Odyssee? Sirenengesang? Ja. Oder auch: das göttliche, längst vergessene Pferde-Musik-Flash. Kommt mir beides in den Sinn.
  • Giora Feidman - Vehaeir Eineinu [Viva el Klezmer, 1991]
  • Jazzattack - Pornospecht [Hausgemacht, 2004]
    Dieser Eintrag ist halb Werbung für Jazzattack, halb Liebeserklärung an wirklich fabelhaft tollen Jazz. Pornospecht bringt wieder einmal diese halbe Sekunde Ekstase, im Saxophon-Solo, wo es nach einem dreifach g#-a-h schnell auf’s e hoch, und gleich aber wieder auf’s c# zurückfällt. Ja, ehrlich, Gänsehaut.
    Im Übrigen findet sich Jazzattack im nächsten wieder zu Konzerten ein. Also, Obacht sei geboten!
  • Midlake - Head Home [The Trials of Van Occupanther, 2006]
    Es ist immernoch, wie damals beschrieben, hinreißend was Midlake auf dieser Platte abgeliefert haben. Und Head Home ist einer dieser Songs, der einen nicht mehr loslässt, einmal gehört.
  • Ell Fitzgerald - Blues Skies
    Ich hatte dieses altbekannte Stück der Jazz-/Swing-Geschichte, im Original von Irving Berlin, schon länger nicht mehr gehört. Doch neulich sah ich mir “Star Trek: Nemesis” an. In einer der Anfangsszenen singt (der Android) Data es auf solch eine Weise, die selbst Dean Martin und Konsorten in den Schatten stellen würde. In dieser Version jedoch beweist die ehrwürdige Lady Ella einmal mehr, welch enormes Volumen sie hat, und dass ihre Variationsfähigkeit Blasinstrumenten gleichkommt.

Van Occupanther

hingekritzelt am Mittwoch, dem 15. November 2006 um 21:47 Uhr


Van Occupanther. Van Occupanther. Van Occupanther. Was ist denn das für ein Name? Hm, besser mal ich fang am Anfang an:

Wow. Just wow. Ich war lange, wirklich lange nicht mehr so sehr von einem gesamten Album so begeistert wie von Midlake’s zweiten Release “The Trials of Van Occupanther“. Wow! Zuerst band mich die musikalische Nähe Midlakes zu Sun Kil Moon, den Red House Painters, dementsprechend Mark Kozelek (und das will was heißen!) und den Flaming Lips. Aber dann, nach etwa einer Woche - und das ist für mich Rekordzeit - merkte ich dass Midlake, bestehend aus fünf Texanern, etwas ganz eigenes sind, etwas ganz eigenes kreiert haben. Das Album klingt so komplett wie schon lange keines mehr, nicht mehr seit Sun Kil Moon’s “Ghosts Of The Great Highway“, nicht mehr seit Death Cab for Cutie’s “Transatlanticism“, nicht mehr seit “Set Yourself On Fire” von den Stars, ja sogar nicht mehr seit Kettcar’s “Du und wieviele von deinen Freunden” (auch wenn die beiden letzteren jetzt nicht so in die Genre-Liste rein passen).

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