Alle Artikel mit dem Tag 'musik, jazz'


Tool Box

hingekritzelt am Mittwoch, dem 06. Juni 2007 um 11:05 Uhr

Für alle Freunde guter Americana-/Folk-/Mariachi-Musik eine erquickende Nachricht: Teile von Calexico arbeiten an einem neuem Tour-Album namens “Tool Box *. ‘Teile von Calexico’, das sind diesmal nur Sänger Joey Burns und Schlagzeuger John Convertino**.

The instrumentation between John and my collection features acoustic/electric guitars, drums, upright bass, cello, vibes, accordion, glockenspiel, cuatro, banjo and a new addition to the collection, a waylacho from Mexico. John and I ping ponged parts and popped out the album in three days. We wanted to go back to basics and see what we could do with just a handful of instruments played between the two of us. It was fun and sounds good with lots of soundtrack worthy material and headphone friendly sounds for those who never leave home without their bubble.

Ich bin mir noch nicht sicher was “headphone friendly sounds” sind, das macht die ganze Geschichte aber in keinster Weise unspannender. Im Übrigen spielt Calexico diesen Sommer wieder in Europa, und glaubt mir wenn ich zum zig-tausendsten Male predige: es lohnt sich!

*Der Casa de Calexico Blog hat es noch nicht so ganz mit den Permalinks raus, vielleicht ist es auch Absicht, k.A. Der Link führt jedenfalls zum Blog selber, nicht zu dem Artikel an sich (namens ‘Recording, resting and ready for more?‘)

**dessen 2005er Soloplatte “Ragland” übrigens sehr empfehlbar ist. Minimalistic Jazz vom Feinsten.

TV-Tipp

hingekritzelt am Mittwoch, dem 30. Mai 2007 um 00:17 Uhr

Achtung! -STOP- Fernseher anmachen -STOP- WDR -STOP- Al di Meola -STOP- bei den 27. Leverkusener Jazztagen -STOP- Sehr gut! -STOP-

Pink Martini: Hey Eugene!

hingekritzelt am Freitag, dem 25. Mai 2007 um 20:41 Uhr

Bei 3voor12 lässt sich Pink Martini’s neuestes Album, Hey Eugene!, anhören. Pink Martini dürften wenn dann die meisten vom Hôtel Costes Vol. 2-Album kennen, damals mit ihrem Song Sympathique.

Hey Eugene! hört beim ersten Hören wunderschön verquert an - ein langsamer Ritt durch ordentlich viele Stile und Sprachen.

Update: Sorry, bei 3voor12 ist det Ding leider “niet meer beschikbaar”.

Playlist der Woche III

hingekritzelt am Sonntag, dem 10. Dezember 2006 um 02:54 Uhr

“There was a Little Alley in San Francisco Back of the Southern Pacific Station at Third and Townsend in Redbrick of drowsy lazy afternoons…”

  • Aimee Mann - Momentum [Magnolia O.S.T., 2000]
    Den meisten wohl bekannt durch ihren Weitschläger “Save Me”, schafft Ms. Mann es mit Momentum gleichzeitig melancholischen wie tanzbar glücklichen Song zu erschaffen. Das Interlude-Solo klingt übrigens, so finde ich, ein wenig viel nach Queen in guten Zeiten.

Oh, for the sake of momentum,
I’ve allowed my fears to get larger than life
And it’s brought me to my current agendum
Whereupon I deny fulfillment has yet to arrive

  • Frank Black - If Your Poison Gets You [Fast Man/Raider Man, 2006]
    Frank Black a.k.a. Black Francis aka. Charles Michael Kittridge Thompson IV a.k.a. Lead-Sänger der Pixies beweist als Solokünstler immer wieder die 180°-Wende von den Pixies, und hier beweist er sich einmal mehr als der König der 1-6-4-5-Akordfolgen, die bei ihm aber alles andere als deplatziert klingen. Dieses Lied selber könnte man sogar einem eventuellen neuen Album Jack Johnsons zuordnen, wüsste es man nicht ernsthaft besser.
  • Red House Painters - All Mixed Up [Songs for a Blue Guitar; 1996]
    Ha! Ich hab’s endlich mal geschafft etwas über Mark Kozelek zu schreiben. Spärlich, sehr, aber ein Anfang.
  • Azure Ray - Rest Your Eyes [Burn And Shiver, 2002]
    Homer? Odyssee? Sirenengesang? Ja. Oder auch: das göttliche, längst vergessene Pferde-Musik-Flash. Kommt mir beides in den Sinn.
  • Giora Feidman - Vehaeir Eineinu [Viva el Klezmer, 1991]
  • Jazzattack - Pornospecht [Hausgemacht, 2004]
    Dieser Eintrag ist halb Werbung für Jazzattack, halb Liebeserklärung an wirklich fabelhaft tollen Jazz. Pornospecht bringt wieder einmal diese halbe Sekunde Ekstase, im Saxophon-Solo, wo es nach einem dreifach g#-a-h schnell auf’s e hoch, und gleich aber wieder auf’s c# zurückfällt. Ja, ehrlich, Gänsehaut.
    Im Übrigen findet sich Jazzattack im nächsten wieder zu Konzerten ein. Also, Obacht sei geboten!
  • Midlake - Head Home [The Trials of Van Occupanther, 2006]
    Es ist immernoch, wie damals beschrieben, hinreißend was Midlake auf dieser Platte abgeliefert haben. Und Head Home ist einer dieser Songs, der einen nicht mehr loslässt, einmal gehört.
  • Ell Fitzgerald - Blues Skies
    Ich hatte dieses altbekannte Stück der Jazz-/Swing-Geschichte, im Original von Irving Berlin, schon länger nicht mehr gehört. Doch neulich sah ich mir “Star Trek: Nemesis” an. In einer der Anfangsszenen singt (der Android) Data es auf solch eine Weise, die selbst Dean Martin und Konsorten in den Schatten stellen würde. In dieser Version jedoch beweist die ehrwürdige Lady Ella einmal mehr, welch enormes Volumen sie hat, und dass ihre Variationsfähigkeit Blasinstrumenten gleichkommt.

Kurze Rezension des Konzertjahres Zweitausendundsechs

hingekritzelt am Freitag, dem 03. November 2006 um 01:02 Uhr

Ich nehme das Konzert gestern Abend als Anlass mal ein bisschen Revue passieren zu lassen.

Under Byen

Under Byen spielten im Silverwings, auf Basis der MySpaceLive-Konzertreihe. Nun ein paar Dinge zuerst: erstens, ich mag MySpace nicht. So gar nicht. Ich finds hässlich, und es gibt auch bessere, ästhetischere Wege seine Musik vorzustellen. Nun muss man sich aber manchmal eben verschiedenen Drücken ergeben, gerade wenn man die Hälfte des normalen Ticketpreises sparen kann sobald man ein MySpace-Profil hat usw. Zweitens, obgleich die Vorband, die lustige und talentierte Jomi Massage samt Anhang gar nicht mal so schlecht war, passte sie doch nicht ganz in mein verklärtes Weltbild einer passenden Vorband für Under Byen. Das sind einfach nochmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Drittens, das Silverwings ist ein ehemaliger Offiziersclub auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof, in dem generell Rock-, Indie- und Punk-Konzerte zu sehen sind. Und es passte einfach ziemlich gut, für beide Bands; nicht zu groß, nicht zu klein, mann hatte Platz zum Tanzen (was an diesem Abend so gut wie nicht nötig war, sei bemerkt), musste aber nicht 100m zur Toilette und/oder Bar laufen, ich schätze auf 75-85 lauschende Menschen.

» Den dreckigen Rest lesen …

Die Ur-Ur-Enkelin…

hingekritzelt am Donnerstag, dem 28. September 2006 um 18:37 Uhr

…von Leo Tolstoi heißt Viktoria. Tolstoy. Nun ist das allein nicht soooo’n dolles Ding. Wenn Frau Tolstoy dann aber gut, ziemlich sehr gut, singen kann, gar nicht mal, aber hallo, so schlecht aussieht, und auch noch die Wende von der dunklen Seite (Lollipop-Pop) zu einer eher passenden Form, dem Vocal Jazz, geschafft hat, ist mir das ein Post wert.

Die Frau singt einfach wahnsinnig gut (war u.a. beim diesjährigen JazzBaltica zu hören und sehen), und hat mit u.a. Esbjörn Svensson auch einen mehr als annehmbaren Songwriter hinter sich, was auf der ‘Shining on You‘-Platte zu hören ist.

Reinhören. Freuen.