Alle Artikel mit dem Tag 'musik, folk'


Meisterhaft

hingekritzelt am Montag, dem 03. September 2007 um 21:48 Uhr

Oh yeah! Mr. Sultan of Swing himself wird am 10. September ein Konzert geben. Mark Knopfler wird in kleinem Kreise, vor 150 Leuten im Berliner Meistersaal spielen. Semi-akustisch, mit Songs von seinem neuen Album, Kill To Get Crimson, das komischerweise in Deutschland am 14. September erscheinen wird, anderswo (UK, US?) erst am 18. September; und genauso auch alten Sachen (wohl sowohl aus den Dire Straits-Zeiten wie aus seinen zahlreichen Soloprojekten). Die Tickets kosten so um die 30€, was außerordentlich großzügig okay ist, m.E.

Und warum erzähl ich euch das? Bei nur 150 Tickets, warum bin ich so blöd das laut in die Welt hinaus zu posaunen? Richtig: ich bin nicht da, ich habe nicht die Möglichkeit hinzugehen. Viel Spaß. Ihr verdammten Ärsche!

Frauenpower

hingekritzelt am Sonntag, dem 19. August 2007 um 15:56 Uhr

Ich geb’s zu, ich hab was für Songwriterinnen. Ist so, bin ein Fan. Hat was, gibt was. Wahrscheinlich ist es meistens, abgesehen von der Musik an sich, die eindringliche aber bruhigende Wirkung der femininen Stimmen.

Angefangen mit Regina Spektor, Maria Taylor (solo und als Part von Azure Ray), Ani DiFranco, und Kathleen Edwards, über Aimee Mann, Joanna Newsom, Carla Bruni, Nina Nastasia, die frühe Leslie Feist, Neko Case, ja selbst Emiliana Torrini, Laura Veirs, hin zu Anaïs Mitchell, Emily Haines und Meg Baird. Und noch viele mehr über die ich genauso wenig jemals schreiben werde. Über die letzteren beiden gab’s vorgestern jedenfalls einen Artikel bei der FAZ-Onlineausgabe.

Haines, bekannt durch ihre Mitwirkung bei Broken Social Scene und den Stars, Baird, weniger bekannt als Teil der aus Philadelphia kommenden Baird-Schwestern, haben beide dieses Jahr jeweils fantastische Solo-Alben hingelegt, für Meg Baird war es gar ihr Solo-Debut. Während Haines aber einen guten halben Abschied, eine 93°-Kurve sozusagen, von den musikalischen Machenschaften damals macht, macht Baird quasi da weiter wo sie mit ihrer Schwester auch schon angelangt war; nur dass ihr Album leicht weniger traditional- und ein wenig mehr country-lastig ist.

MP3: Emily Haines - Doctor Blind

MP3: Meg Baird - Do What You Gotta Do

Der Artikel jedenfalls, erklärt ziemlich gut den Weg zum und den Nutzen eines Sologangs, vergleicht komischerweise mit den Powerfrauen der 80er und 90er, und ja, beleuchtet auch ein wenig die Sache mit der “Identität.”

Parker, die zweite

hingekritzelt am Dienstag, dem 07. August 2007 um 11:38 Uhr

Disclaimer: Radiohead-Cover scheinen in zu sein.

So, gute zehn Monate später findet sich plötzlich ein zweites Video von Obadiah Parker in meinen Fängen, nämlich ihre Version von Radiohead’s Idioteque. Zugegeben, mir persönlich gefällt sie nicht so wie das ‘Hey Ya‘-Cover, und nein, über meinen Geschmack streite ich nicht.

Inzwischen ist es auch möglich über die Website ein Live-Album bzw. die erste LP zu kaufen. Und wenn ich mir die Liste der bisher eingespielten Covers so ansehe (auf der Website ganz unten), oh da kommt Freude auf, v.a. bei Pedro the Lion, den Counting Crows und den Doves. Und die Version von Björk’s ‘Who Is It?‘ ist eh schon längst online:

…wobei der (momentan) neueste Kommentar dort es ziemlich gut trifft:

This guy’s amazing to make a Björk song sound like John Mayer!

[Dank an Ninifaye]

The Shepherd’s Dog

hingekritzelt am Samstag, dem 21. Juli 2007 um 22:07 Uhr

Sam Beam, also genauer gesagt Iron & Wine, wird dieses Jahr ein neues Album veröffentlichen: The Shepherd’s Dog.

Iron & Wine: The Shepherd’s Dog

Es gibt nicht nur eine wunderbare Promo-Geschichte dazu, sondern bei Imeem auch ein paar Lieder zum vorhören:

#01: Pagan Angel and a Borrowed Car

#02: White Tooth Man

#10: The Devil Never Sleeps

#12: Flightless Bird, American Mouth

Für alle, die nicht bis Ende September warten wollen oder können: Am 10. Juli ist bereits die Single Boy With A Coin erschienen.

Insgesamt ist mir aufgefallen, dass die Lieder, die ich bisher hören konnte, alle recht flotter sind als früher, die Rhythm-Section kommt ein wenig mehr zum Vorschein. Das gefällt, das kommt gut, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich das finale Album anhören wird.

3voor12 Roundup

hingekritzelt am Donnerstag, dem 05. Juli 2007 um 16:36 Uhr

Ich war gerade mal wieder ein wenig bei 3voor12 stöbern, und auch diesmal sind wieder einige sehr interessante Alben angeboten, wie immer in voller Länge als Flash.

Erwähnenswert ist da Ga Ga Ga Ga Ga von Spoon aus Austin, TX, das ja in letzter Zeit so wunderbar oft als großartig rezensiert wurde, und auch ich kann dem Album eine gewisse Sexyness nicht absprechen. Im übrigen ist es auffallend wie viel gute Bands Texas in den letzten Jahren hervorgebracht hat: Midlake, Okkervil River, Voxtrot, The American Analog Set und Shearwater sind ein paar die mir da einfallen.

Desweiteren gibt’s da noch das anscheinend gute zweite Album der Editors, An End Has A Start. Ich hab’s nur mal überflogen, will mich aber dementsprechend nicht großartig darüber äußern. Hab aber ein gutes Bauchgefühl; ein ruhiges.

Zuguterletzt dann noch John Doe’s Album A Year In The Wilderness. Ich muss zugeben, er war mir bis dato absolut unbekannt, aber das was ich höre klingt gut. In manchen Stücken kommt (bei mir) Elvis Costello’s Stimme rüber, und die Tatsache, dass sowohl Jill Sobule, Kathleen Edwards, als auch Aimee Mann auf der LP mitwirken sollte einiges aussagen.

Calexico & Iron And Wine: Live in Washington, D.C.

hingekritzelt am Mittwoch, dem 13. Juni 2007 um 17:23 Uhr

In meinem wohl nie enden wollenden Quest nach Live-Aufnahmen, besonders von Calexico und Iron And Wine, bin ich mal wieder auf etwas Schönes aufmerksam geworden. Ich habe vor knapp nem Jahr mal irgendwo im Netz eine Live-Cover-Aufnahme von oben genannten Bands von The Velvet Underground & Nico’s grandiosem All Tomorrow’s Parties gefunden, und begab mich nun auf die Suche nach dazugehörigem Konzert, denn wo Silber herkommt könnte es immerhin auch Gold geben.

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Tool Box

hingekritzelt am Mittwoch, dem 06. Juni 2007 um 11:05 Uhr

Für alle Freunde guter Americana-/Folk-/Mariachi-Musik eine erquickende Nachricht: Teile von Calexico arbeiten an einem neuem Tour-Album namens “Tool Box *. ‘Teile von Calexico’, das sind diesmal nur Sänger Joey Burns und Schlagzeuger John Convertino**.

The instrumentation between John and my collection features acoustic/electric guitars, drums, upright bass, cello, vibes, accordion, glockenspiel, cuatro, banjo and a new addition to the collection, a waylacho from Mexico. John and I ping ponged parts and popped out the album in three days. We wanted to go back to basics and see what we could do with just a handful of instruments played between the two of us. It was fun and sounds good with lots of soundtrack worthy material and headphone friendly sounds for those who never leave home without their bubble.

Ich bin mir noch nicht sicher was “headphone friendly sounds” sind, das macht die ganze Geschichte aber in keinster Weise unspannender. Im Übrigen spielt Calexico diesen Sommer wieder in Europa, und glaubt mir wenn ich zum zig-tausendsten Male predige: es lohnt sich!

*Der Casa de Calexico Blog hat es noch nicht so ganz mit den Permalinks raus, vielleicht ist es auch Absicht, k.A. Der Link führt jedenfalls zum Blog selber, nicht zu dem Artikel an sich (namens ‘Recording, resting and ready for more?‘)

**dessen 2005er Soloplatte “Ragland” übrigens sehr empfehlbar ist. Minimalistic Jazz vom Feinsten.

Tucson in China in Stockholm

hingekritzelt am Sonntag, dem 03. Juni 2007 um 14:41 Uhr

calexico_venue
(C) Copyright alien paranoia @ flickr

Als ich vor ca. zwei oder drei Jahren ein paar nette kleine MP3-Dateien aus dem Netz zog, muss ich wohl übersehen haben, dass die auch als FLAC verfügbar waren. Das wurde nun nachgeholt, und ich nutze die Gelegenheit um auf jene Musik hinzuweisen:

Calexico’s wohl bestes Konzert bis dato, live im China Theatre in Stockholm, vom 25. April 2003, und immernoch generell eine meiner Lieblings-Live-Aufnahmen. Eine Wahnsinnsperformance mit 23 fantastischen Songs von Klassikern wie Crystal Frontier, Quattro (World Drifts In) und Across The Wire bis zu damals noch ungehörten Sachen wie Sunken Waltz und Not Even Stevie Nicks.
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The Shins: Wincing The Night Away

hingekritzelt am Sonntag, dem 13. Mai 2007 um 12:53 Uhr


Als Andrew Largeman alias Zach Braff in Garden State gesagt bekam, die Shins würden sein Leben verändern, hatte die junge Dame, die das sagte, gar nicht mal so Unrecht. Als ich die Shins erstmals hörte, vor ein paar Jahren, mit ihrem Album Chutes Too Narrow, veränderten sie tatsächlich … naja mein Leben nicht, aber meinen Musikgeschmack schon. Vielleicht nicht um 180°, aber gute 37,6° werden’s schon gewesen sein. Sie hatten damals die Gabe, etwas Neues zu schaffen, nicht repliziert sondern teilweise aufgebaut auf Altem. Es war diese hinreißende Mischung aus 60s Pop-Rock, Folk und Vocals.

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Playlist der Woche V

hingekritzelt am Mittwoch, dem 25. April 2007 um 16:17 Uhr

Nanu, wo ist denn PdW IV geblieben? Fragt man sich so, auf der Straße. Naja, also die hatte ich vor ca. 2,5 Monaten gestartet, ist dann aber so in die Länge ausgeartet, dass ich bis heute nicht dazu kam, ihr den finalen Strich zu verpassen. Also mach ich einfach ohne zu zwinkern weiter. Mit #V.

  • Feist - “Limit To Your Love” [The Reminder; 2007]
    Und ich dachte schon Leslie Feist würde für immer ein Geheimtipp bleiben. Naja, heutzutage in aller Munde. Zurecht aber auch.
  • Kings of Leon - “Knocked Up” [Because Of The Times; 2007]
    Allein wegen der Intonation, der Betonung und den ausgefeilten Lyrics…

She don’t care what her mama said, no
She’s gonna have my baby
I’m taking all i have to take
This takings gonna shake me

  • Tommy Emmanuel - “Country Wide” [Live One, 2005]
    Tommy. Emmanuel. Der Name sollte alles sagen. Das Live-Album ist, typisch für ihn, klasse. Und so auch die Single. Ich komme immer mehr zu der Annahme, dass autodidakte Gitarristen in manchen Bereichen einfach mehr drauf haben als die “Belehrten”. Dolle Verallgemeinerung, oder?
  • Laura Veirs - “Jailhouse Fire” [The Triumphs & Travails Of Orphan Mae; 2001]
    Wieder eine große SongwriterIN, der ich vorher noch kein Gehör geschenkt hatte. Allein das wär mal einen Artikel wert.
  • Chet Atkins & Tommy Emmanuel - “Borsalino” [The Day Fingerpickers Took Over The World; 1997]
    Nochmal Tommy Emmanuel, und diesmal mit dem inzwischen verstorbenen Mr. Atkins. Zwei Virtuosen, hat was von Django Reinhardt.
  • Bruce Springsteen & The E-Street Band- “American Skin (41 Shots)” [Live In New York City; 2001]
    Also, jetzt selbst mal an Nicht-The Boss-Fans. Dieses Album, und das sag ich mit voller Überzeugung und Live-Alben-Affinität, ist einfach die Wucht. Besorgen, los! American Skin ist ein eher ruhigeres Lied auf der Platte, das dennoch überwältigt. “Springsteen wrote this in response to the 2/99 NYC Police fatal shooting of Amadou Diallo. Four cops shot Diallo 41 times, believing the African imigrant was reaching for a gun when, in fact, he was unarmed and was reaching for his wallet. The four officers were acquitted at trail. After Bruce perfomed this song for the first time, the head of the NY Fraternal Order of Police, Bob Lucente, called Springsteen a ‘dirtbag’ & a ‘floating fag’.”
  • The National - “Fake Empire” [Boxer, 2007] [MP3]
    Was ne Stimme! Was ein Aufbau! Muss zugeben, bis das Schlagzeug und der Bass einsetzen, erinnert mich das Stück ein wenig an Cash.
  • Kid Frost - La Raza [Hispanic Causing Panic, 1990]
    Wow, das muss das erste mal sein, dass ich irgendetwas Hip-Hop-Artiges bewerbe. Aber das Ding ist fein, nicht so überdreht wie der ganze andere Scheiß, sondern schön subtil. Gefällt mir.