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Daniel’s Buch

hingekritzelt am Sonntag, dem 20. Mai 2007 um 22:03 Uhr

Erstmal: das Soundmag hat im Januar ein Interview mit The Book Of Daniel geführt. Ein Abschnitt davon hat mich extrem begeistert:

Soundmag: Auf deinem Album gibt es einige religiöse Referenzen, nicht zuletzt im Projektnamen. Würdest du dich als religiösen Menschen charakterisieren?

Daniel: Ich bin keiner von denen, die behaupten, dass das was ich tue ein Geschenk von Gott wäre. Denn ich arbeite sehr hart und diese Anstrengung belastet mich ebenso wie sie mich antreibt. Aber zweifellos bete ich oft zu Gott, jedoch eher in dem Sinn, dass er oder es etwas in mir darstellt, das so unglaublich viel größer ist als ich selbst. Gott stellt keine physische Person dar und ich setze ihn auch nicht mit der Tätigkeit des Musikmachens gleich. Gott geschieht, wenn Linda aus Sheffield, Marcus aus Bochum oder Lars aus UmeÃ¥ tief einatmen und dabei die Welt dort draußen vergessen – selbst wenn es nur für die 30 Sekunden geschieht, in denen sie Musik hören. Er ist in den Momenten, wenn jemand seine Schritte auf dem Weg zur Arbeit abbremst, um noch einen Song mehr zu hören, bevor ihn all das verschlingt, was er an diesem Tag tun muss. Diese Sekunden, diese langsamen Schritte – das ist Gott für mich.

Und nun, lasst mich kurz die Arme in die Luft werfen, um dem großartigen Sound, den Daniel Gustafsson alias ’The Book Of Daniel’ dort, auf seinem Songs For The Locust King Album, fabriziert hat. Diese Mischung aus Folk und Jazz ist einfach fantastisch, hinreißend, glänzend wunderschön! Anhören, kaufen!