Vampire Cop Ricky
hingekritzelt am Freitag, dem 23. November 2007 um 23:46 Uhr
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Was nach Shakespeare klingen möchte ist vielmehr ein Hilferuf. Es ist eine Verzweiflungstat, ein nach Luft ringendes Etwas, ein Augenzwinkern mit der Hoffnung nach einem glanzvollen Stern der Erlösung, ein Zaunpfahlwink, geradezu ein wollknäuel großes Wollknäuel.
Ich sah gerade Spiderman den Dritten. So. Dazu gibts nicht so viel zu sagen, er entspricht insofern jeglicher Physik als dass er, als Bestandteil einer legendären Trilogie, die Newton’sche Standard-Fallkurve perfekt entlangrutscht, nämlich nach unten, ganz im Sinne von “Wenn man denkt es geht nicht mehr, weht irgendwo ‘ne US-Flagge in der Abendsonne” … oder so. Aber das ist egal, der Film ist einfach egal, und es ist egal ob er gut oder schlecht, mittelmäßig oder Durchschnitt ist. Und es wär mir noch egaler, hätte Sony Pictures, wie es meines Erachtens letztens dann doch wohl üblich ist, irgendeinen US-Serienstar in die Hauptrollen-Wurst gepresst um ihn profilaktisch zu profilieren. Aber nein, es muss ja Tobey Vincent Maguire sein. Und das ist das Schlimme daran. Ich sah Maguire das erste Mal in the The Cider House Rules (”Gottes Werk und Teufels Beitrag”), dann in Fear And Loathing In Las Vegas. Kein schlechter Schnitt also; der Junge gefiel mir.
In diesem Naturgewalten-Film aber, wo Spinnen Sand und Elektrizät Lakritze bekämpfen, nein, mir kam es nicht mal so vor als sei Maguire unterfordert gewesen. Ich habe echt Angst, dass er wirklich so schlecht gespielt hat. So richtig Keanu Reeves-Style, mit exakt 0,9 Gesichtsausdrücken, und noch weniger Körperbewegungsfreiheiten (könnte auch dieser SM-Anzug sein, in dem der arme Junge da ständig rumschwitzen muss). Es kommt mir auch so vor als käme er vor lauter Spinnen-Manie auch zu nix anderem mehr; zwischen dem ersten Teil und dem mittleren kam Seabisquit, den ich zugegebenmaßen nicht gesehen habe. Und vor dem jetzigen Desaster war er bei The Good German dabei. Dabei! Junge, nimm nen guten Rat an von jemandem, der das harte Business kennt wie seine hintere Hosentasche…: bleib bei den historischen Filmen. Klar, auf ein Genre will man sich nie beschränken. Aber das rechtfertigt nicht dieses elendige Elend, das du mit diesem Scheißdreck von Spinnenkacke aus dir machst. Und mir! vor die Füße wirfst.
So, wo ich nun gerade so schön in Fahrt bin mit Jon Stewart, ein weiteres kleines Zitat. Gestern Abend war Pierre Rehov zu Gast, ein französischer Regisseur, der nun einen Film über Selbstmord-Attentäter gemacht hat, namens “Suicide Killers“. Interviews mit einigen, deren Pläne fehlschlugen und die nun in Gefängnissen sitzen, über ihre Motive, ihre Mittel und Wege.
Jon Stewart: Will it change if the balance of poverty and other things change there? You know, I think people here always feel like ‘well there must be something we can do to change the equasion’.
Pierre Rehov: At this point I don’t think so. The thing is that, we are reluctant to fight the battle we should. You know, I love the Arabs […] I was born in [???] [Algeria] and I lived in Nigeria for ten years. And I, if I was in World War II, and I would love the Germans, I would want to defeat the Nazis in order to be friends with the Germans. And as far as I am, I’m liking the Arabs, I want to defeat their Nazis in order to be friends with them. And they are the first ones to suffer of this extreme Islam, because … this is not Islam, Islam is a beautiful religion. But these extremists are leading them to a situation which is gonna be catastrophic for them before it can even be catastrophic for us.
Auch lohnt sich ein Blick auf Rehovs Website mal, mit weiteren Infos. Im Übrigen bietet CNN noch mit einem Interview mit Rehov im März auf:
Ich habe mächtig viele Filme gesehen in meinem Leben, einige sehr gut, viele wohl mittelprächtig, manche schlecht. Aber jedes Mal fasste ich mein eigenes Urteil, auch wenn ich mich von Kritiken gerne inspirieren ließ. Insofern schlug ich die Warnungen aus, diesen Film zu sehen, er sei zu schmachtend, zu liebestrachzend, zu pathetisch und naiv und vor allem zu einem immensen Teil fiktional. Nein, ich versprach mir einiges, ich dachte an die liebgewonnenen Indiana-Jones-Filme, ein wenig Historie war auch dabei; das müsste also quasi ein durchaus guter Film für mich werden. Denkste.
AOL startet ein Film-Portal, und macht Werbung dafür indem es einen relativ frisch raus gekommenen Film kostenlos anbietet. Mit kleineren Häkchen natürlich, aber das war zu erwarten. Email-Adresse und Anmeldung wird gefordert.
Ach ja, der Film, um den es sich hier handelt, ist “Lonely Hearts Killers” (bzw. “Lonely Hearts” im Original-Titel). Wollt ich eh noch sehen.
[via]
Casino Royale gekuckt. Mads Mikkelsen erinnert mich sehr an den guten Christopher Walken. Sehr. Ist das ein gutes Zeichen? Denn Walkens schauspielerische Fähigkeiten liegen für mich ungefähr da, wo die Messlatte der meisten Anderen sein sollte.

Das ZDF hat jetzt als - meineswissens- erster Sender mal endlich eine schon lange gebrauchte Seite zur Musik in seinen Filmen und Serien publik gemacht. Während die Anzahl beinhalteter Filme/Serien noch spärlich ausfällt, überzeugt dagegen das jeweilige Material. Zu allen Szenen (sehr gut: bebildert) werden nicht nur Titel und Interpret genannt, sondern dann auch gleich Timeframe, Szenenbeschreibung, Komposition, Label und last but not least auch die Musik selber (bzw. teils Samples) in Form von Real Audio oder Windows Media. Löblich, sehr löblich.
Sollte das Schule machen, und das hoffe ich, werden endlich solch lästige Fragen im Netz (auch meinerseits) wie “wie hieß das hier, wie hieß das dort, von wem war’s und kann mir jemand gleich mal die MP3 schicken?” verschwinden.
Ich hatte als etwas kleinerer Junge - ich muss so etwa zwischen 4 und 21 gewesen sein - ferngesehen. Ich erinnere mich sogar noch, es war RTL2, Al Pacino begann zu meiner Schauspielikone erkohren zu werden (das war noch lange, lange Zeit bevor ich Godfather und dergleichen sah; jedoch nicht aufgrund dieses Films), und mich ließ dieses Lied, dieser Tango, auf den der Blinde und das Weib tanzte, nicht mehr los. Nicht so sehr wie sie tanzten, sondern der Tango selbst. In den nächsten Jahren erinnerte ich mich immer wieder, sporadisch, quasi so im Hinterkopf, an ihn, nur um das Lied dann auch wieder schnell zu vergessen. Nun kommt der Teil den man getrost auch eine Ode an das Internet nennen könnte. Es dauert schließlich keine zweieinhalb Minuten, bis man Titel des Films, Titel des Stückes und das Lied selber findet. Heute. Jetzt. Endlich mal.