Ist das nicht alles wahnsinnig toll? Junge, dumme Paare, die zum ersten Mal fliegen. Und viel, sehr viel reden. Ich weiß ja nicht, warum die, neben kleinwüchsigen Mini-Kindern, die immer schreien, immer mir die Freude machen und sich neben mich setzen müssen.
Ich habe zwei Beweggründe, wenn ich meine Platzwahl, wenn möglich immer Exit-Row, treffe:
- Die Beinfreiheit. Ich weiß nicht warum das noch niemand sonst bemerkt hat, aber man hat ungefähr 50-70% mehr Platz.
- Ich hoffe, Leute fühlen sich abgeschreckt wenn sie „Exit“ und „Emergency“ lesen. Wegen der befindlichen Verantwortung, und so. Und, so die Theorie, hab ich mehr Platz. Noch mehr.
Hand in Hand sitzen sie da (es sieht mehr wie Beten aus) und reden sich gut zu: „Ich glaube jetzt sind wir in der Luft.“ / „Boah, sind wir hoch.“ / „Wow ist das schnell!“ / (Jemand anderes fragend:) „Fliegst du auch nach x….?“ Ach ja, für einen 1 ¼-Stunden-Flug nehmen sie Proviant mit, der gut für eine vierwöchige Sahara-Survival-Tour gereicht hätte. Sie liest einen sechs-Euro-Jane Heller-Schmöker-Pöker, alle 3,3 Minuten (und das ist nicht durchschnittlich gemeint) gibt’s einen wahnsinnig eleganten, innigen Schmatzkuss – mit Ankündigung: „Kuss!“ Und sie nehmen mir verdammt nochmal meine Armlehne weg! Fast vergessen, dem Kapitän muss natürlich applaudiert werden.
Gut, dass ich meinen MP3-Player dabei habe und von dem ganzen theoretischen Mist nichts mitbekomme. Sehr gut.