Archiv für die Kategorie 'recommendations'

Mercedes-Dance

hingekritzelt am Freitag, dem 01. Dezember 2006 um 17:00 Uhr

Zugegeben, der Titel ist geklaut. Bei Jan Delay. Da’s ja aber auch um ihn hier geht, ist die Tragik wohl eher gering einzuschätzen. Ich habe nur wenig Erfahrung mit Mr. Delay bzw. den Beginnern gesammelt, ist nämlich eher nicht so meine Schiene. Deswegen keine Vergleiche mit früher, deshalb keine Vergleiche mit anderen Bands, deshalb kurz und knapp.

Jan Delay’s neuestes Solo-Album, Mercedes-Dance, ist gut geworden, ein schönes Funkalbum, und dieser nasalen, penetranten Stimme kann man sich eh nicht entziehen. Und wenn’s dann auch noch einen Extra-Bonus-Hidden-Special-Super-Extra-Track mit Udo ‘Mr. Sunglasses’ Lindenberg gibt, kann man gar nichts mehr aussetzen. Besonders sticht aber der geile Track “Klar” heraus.

Van Occupanther

hingekritzelt am Mittwoch, dem 15. November 2006 um 21:47 Uhr

Van Occupanther. Van Occupanther. Van Occupanther. Was ist denn das für ein Name? Hm, besser mal ich fang am Anfang an:

Wow. Just wow. Ich war lange, wirklich lange nicht mehr so sehr von einem gesamten Album so begeistert wie von Midlake’s zweiten Release “The Trials of Van Occupanther“. Wow! Zuerst band mich die musikalische Nähe Midlakes zu Sun Kil Moon, den Red House Painters, dementsprechend Mark Kozelek (und das will was heißen!) und den Flaming Lips. Aber dann, nach etwa einer Woche - und das ist für mich Rekordzeit - merkte ich dass Midlake, bestehend aus fünf Texanern, etwas ganz eigenes sind, etwas ganz eigenes kreiert haben. Das Album klingt so komplett wie schon lange keines mehr, nicht mehr seit Sun Kil Moon’s “Ghosts Of The Great Highway“, nicht mehr seit Death Cab for Cutie’s “Transatlanticism“, nicht mehr seit “Set Yourself On Fire” von den Stars, ja sogar nicht mehr seit Kettcar’s “Du und wieviele von deinen Freunden” (auch wenn die beiden letzteren jetzt nicht so in die Genre-Liste rein passen).

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Coup Liberté

hingekritzelt am Freitag, dem 10. November 2006 um 21:29 Uhr

Habe mal wieder zwei neue Bands aufgetan. Neu für mich zumindest. Zum einen sehe ich da die fantastische Band Yeti, die die Babyshambles wohl so einfach in den Schlaf schaukeln könnte. Wo da der Zusammenhang besteht? Beide Bands resultierten aus der Auflösung der nicht minder begabten Libertines um Sänger Pete Doherty und Bassist John Hassall. Während Pity-Pete [frei verfügbare Bild-Schlagzeile hier einfügen] sich also den Babyshambles zugetan (und meines Wissens inzwischen auch wieder abgetan) hat, gründete Hassal eben Yeti. Müsste ich vergleichen, würde ich Yeti einen mehr als gesunden Mix aus Beatles, Bob Dylan, Libertines und, ja, auch ein wenig Monty Python (s.u.). Gefunden habe ich die Band übrigens durch die Seite einer italienischen Mode-Firma. Da soll mann noch sagen Merchandising und PR ist unnützes Teufelszeug.

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Playlist der Woche II

hingekritzelt am Montag, dem 30. Oktober 2006 um 21:26 Uhr

  • Azure Ray: “Rise” [Azure Ray, 2000]
  • Regina Spektor: “Samson” [Begin To Hope, 2006]
    Immernoch / wieder einmal drin. Und das verdankt man ganz allein ihrer Wahnsinns-Stimme.
  • Razorlight: “America” [Razorlight, 2006]
    Ja, es hat etwas hymnisches. Was soll’s, klingt geil. Das haben hymnenhafte Lieder halt so an sich. Und dieser Song hat wieder so ein “Easy-Aufbau-dann-aber-holla-die-Waldfeh-Abgeh”-Schema wie ich sie so liebe (meistens zumindest). Eignet sich übrigens prima zum Autofahren.
  • Leo Kottke: “Everybody Lies” [My Father’s Face, 1989]
    Meines Erachtens einer der größten Akustik-Gitarristen der letzten 30 Jahre. Und “Everybody Lies” gehört definitiv, de facto, zu meinen absoluten Top-Mega-Ultra-Lieblingsliedern.
  • Bonjour Madame: “Lenzburg Wartet” [2006]
    Zugegeben, ich kenne die Band erst ein paar Stunden. Auch das Genre: Chanson-Punk. Aber dieses Clash-Cover hat’s in sich. So wie man (oder zumindest ich) sich Chanson-Punk vorstellt: eine (herz)zerreissende Stimme, gar ein Duett manchmal (oder Duell, wie Bonjour Madame es nennen würde), und gegenläufige, etwas härtere/pochende Begleitung.
  • Paco de Lucía: “Entre Dos Aguas” [Entre Dos Aguas, 1973]
    Sollte jetzt jemand denken, “Ey, ditt hab ick doch schonmal ürgndwo jehört, wa?!”, könnte ich jetzt auf die Café Del Mar-Reihe verweisen. Könnte ich. Mach ich aber nicht. Vielmehr beliebe ich zu sagen dass Paco de Lucía wohl einer der konkretesten, größten, profiliertesten, eigenwilligsten, summasummarum besten Klassik-Gitarristen diesseits der Milchstraße ist.
  • Pearl Jam: “Wishlist” [Live at the Garden (DVD), 2003]
    “Wishlist” könnte einer dieser Songs sein, die ich nur wegen einem kleinen Moment, wegen einer kleinen Note, wegen einer kleinen Tonation hören will. Das wäre bei dieser Live-Version die Stelle nach dem ersten Interlude-Solo, bei ca. 2:20 min, wo die Lyrics “I wish I was an alien at home behind the sun” lauten, wo Eddie Vedder aus der bisherigen Monotonie der Strophen-Melodie einmal kurz auszubrechen scheint.
    Wishlist könnte einer dieser Songs sein. Dass “Wishlist” aber als Ganzes, als Paket verpackt immer noch mehr als gut klingt, dass die Harmonie den ganzen Song über stimmt, das mach “Wishlist” für mich ganz einfach zu einem außergewöhnlich gutem Song.

Håkan Nesser

hingekritzelt am Montag, dem 30. Oktober 2006 um 01:57 Uhr

Ein nettes kleines Hörbuch ist mir zu Ohren gekommen, eine kompilation von vier Kurzgeschichten skandinavischer Kriminal-Autoren: Eiskalter Mord - Krimigeschichten aus Skandinavien. Mit dabei sind Henning Mankell (für seine Wallander-Reihe bekannt), Arne Dahl, Ã…ke Edwardson und HÃ¥kan Nesser.

Eben letzteren, HÃ¥kan Nesser, hörte ich zum ersten Mal, und fand sofort Gefallen daran. Leicht sarkastisch, komisch, zynisch, kritisch, ja selbst ein kleiner Hauch von Douglas Adams ummantelte mein Hörvergnügen seiner Shortstory “Regnerischer Vormittag.” Besonders ein Dialog blieb bei mir hängen; ein Mann findet in seinem Vorgarten, im strömenden Regen, einen Obdachlosen auf dem Rasen liegend:

Mann: “Warum haben sie sich hier hingelegt?”
Obdachloser: “Ich habe nichts gefunden wo ich mich hätte unterstellen können.”
Mann: “Ach!”
Obdachloser: “Sie glauben sicher dass ich vollkommen durchnässt bin. Aber unten bin ich tatsächlich noch ganz trocken. Der menschliche Körper lässt keine Feuchtigkeit durch. Und der Flecken, auf dem ich hier liege, ist der trockenste in der ganzen Stadt.”
Mann: “Haben sie da gelegen seit der Regen angefangen hat?”
Obdachloser: “Natürlich. Es hat selbstverständlich keinen Sinn zu warten bis alles klitschnass ist…”

Obadiah Parker

hingekritzelt am Mittwoch, dem 04. Oktober 2006 um 21:12 Uhr

Mir ist eine Band zu Ohren gekommen, vielmehr eine Stimme, die mich nicht mehr so richtig loslässt: die von Mat Weddle, Sänger und Gitarrist der hierzulande seher unbekannten Folk-/Funk-Band Obadiah Parker aus Scottsdale, Arizona (mal so ganz nebenbei, Arizona hat schon so einiges Gutes hervorgebracht; für mich am relevantesten eine meiner absoluten Lieblingsbands, Calexico).

Also gut, jedenfalls bin ich auf ein Video gestoßen, eine Akustik-Version von OutKast’s “Hey Ya”, das anscheinend ohne mein Wissen schon seine langen Runden im Internet zieht. Ohne mein Wissen, aber ab nun nicht mehr ohne mein Zutun.

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Playlist der Woche I

hingekritzelt am Freitag, dem 29. September 2006 um 00:43 Uhr

Die Ur-Ur-Enkelin…

hingekritzelt am Donnerstag, dem 28. September 2006 um 18:37 Uhr

…von Leo Tolstoi heißt Viktoria. Tolstoy. Nun ist das allein nicht soooo’n dolles Ding. Wenn Frau Tolstoy dann aber gut, ziemlich sehr gut, singen kann, gar nicht mal, aber hallo, so schlecht aussieht, und auch noch die Wende von der dunklen Seite (Lollipop-Pop) zu einer eher passenden Form, dem Vocal Jazz, geschafft hat, ist mir das ein Post wert.

Die Frau singt einfach wahnsinnig gut (war u.a. beim diesjährigen JazzBaltica zu hören und sehen), und hat mit u.a. Esbjörn Svensson auch einen mehr als annehmbaren Songwriter hinter sich, was auf der ‘Shining on You‘-Platte zu hören ist.

Reinhören. Freuen.

Daily Song of the Day #2

hingekritzelt am Donnerstag, dem 28. September 2006 um 18:24 Uhr

Dispatch - Passerby (live)

(from the 2001 ‘Gut The Van‘ live album)

Einer dieser ‘virtueller Orgasmus’-Songs wie ich sie liebe…

Daily Song of the Day #1

hingekritzelt am Freitag, dem 14. Juli 2006 um 13:03 Uhr

Tom Waits - Kommienezuspät
(from the 2002 ‘Alice‘ album)