Archiv für Juli 2007

Im Sumpfe wälzen

hingekritzelt am Mittwoch, dem 25. Juli 2007 um 16:19 Uhr

Mitanzusehen, wie die Fliege, die noch keine fünf Minuten meine Wohnung als ihr akutes Territorial bezeichnet, und von der ich dachte sie würde sowieso nach fünf Minuten wieder versuchen siebzehn Male direkt und volle Kanne gegen das Fenster fliegen, in dem Versuch aus dem Gefängnis zu entfliehen, ihre ebenbürtigen Volksgenossen zu finden, trotz des Wetters, trotz der momentanen Wirtschaftslage, wie diese Fliege also sich sowas von genüsslich in meinem halbwegs überfülltem Aschenbecher wälzt, lenzt, breit macht, wie sie gekonnt über die einzelnen Ascheberge wandert, fast schon triumphierend, man möchte sagen breit grinsend, wie sie gekonnt die orangen Zylinder nicht umgeht, sondern alles mitnimmt was sie kriegen kann, das lässt mich letztendlich doch wundern, warum wir Menschen so liebend gerne dem Luxus verfallen, und uns nur allzu sehr und allzu schnell an ihn gewöhnen.

Bestandsaufnahme

hingekritzelt am Mittwoch, dem 25. Juli 2007 um 11:45 Uhr
  • Firefox kaputt. Alle Seiten werden ewig aufgebaut, und dann auch noch dreisterweise falsch angezeigt.
  • Morgen geht’s nach Dublin. Yeah!
  • Temperaturen um den gefühlten Gefrierpunkt. Herrlich, so mag ich’s!
  • MP3-Player kaputt. Man schaltet ihn aus, er geht immer wieder von alleine an. Super, so ein technisch emotionales Innenleben.
  • Dieses Blog aufgeräumt. Neue Farben, bessere Schrift, Tag-Funktionen, ein paar sexy Rundungen (nur für Premium-Firefox-Users!). Qualitativ schlechtere Artikel dringelassen; man will ja schließlich das Niveau wahren.
  • Draußen machen sie irgendwas am Abwasser. Stinkt bestialisch, bis hierher. Das bedeutet mehr Käffsche-Kippsche zum Geruch übertünchen.

Iron & Wine @ Pitchfork Festival 14.07.2007

hingekritzelt am Sonntag, dem 22. Juli 2007 um 13:00 Uhr

Erst einmal eine wunderbar auf die Basis-Elemente entzerrte Cover-Version von Radiohead’s ‘No Surprises‘.

Das Video entstand auf dem diesjährigen Pitchfork Music Festival, auf dem Iron viele Songs der neuen The Shepherd’s Dog-Platte präsentierten. Die Fansite PassingAfternoon.com hat das Konzert aufgenommen und zur Verfügung gestellt, zu finden u.a. bei Blogs are for Dogs. Für alle Fans vom puren, Original-Iron & Wine sei dieses Konzert nicht so sehr empfohlen; für diejenigen die sich auch mal mit der Ausweitung und Erweiterung von Soundgrenzen anfreunden können umsomehr.

Es sei bemerkt, die Aufnahmequalität ist nicht überragend. Teilweise liegt das, nach meinem Vernehmen, aber auch am Pitchfork-Soundmixer selber.

The Shepherd’s Dog

hingekritzelt am Samstag, dem 21. Juli 2007 um 22:07 Uhr

Sam Beam, also genauer gesagt Iron & Wine, wird dieses Jahr ein neues Album veröffentlichen: The Shepherd’s Dog.

Iron & Wine: The Shepherd’s Dog

Es gibt nicht nur eine wunderbare Promo-Geschichte dazu, sondern bei Imeem auch ein paar Lieder zum vorhören:

#01: Pagan Angel and a Borrowed Car

#02: White Tooth Man

#10: The Devil Never Sleeps

#12: Flightless Bird, American Mouth

Für alle, die nicht bis Ende September warten wollen oder können: Am 10. Juli ist bereits die Single Boy With A Coin erschienen.

Insgesamt ist mir aufgefallen, dass die Lieder, die ich bisher hören konnte, alle recht flotter sind als früher, die Rhythm-Section kommt ein wenig mehr zum Vorschein. Das gefällt, das kommt gut, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen wie sich das finale Album anhören wird.

Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken?!

hingekritzelt am Samstag, dem 21. Juli 2007 um 01:36 Uhr

Besonders bei diesen ganzen Forderungen für Fortsetzung des geliebten Herrn Potter! Hat denn niemand mal nachgedacht, wie solche ominösen Fortsetzungen aussehen würden? Was sie vermitteln würden? Wie bitte wollt ihr denn sowas rechtfertigen? Ihr Wahnsinnigen mit eurem Sinn nach Wahn! Mit euren Zauberhüten aus Styropor und Polyester. Hm? Hmmmmm?

Na gut, einer hat’s getan (okay, zwei). Drüben, bei Huffy.

Die Geschichte der dicken Frau

hingekritzelt am Mittwoch, dem 18. Juli 2007 um 19:55 Uhr

Haarig

Das ganze könnte ich auch gleich als Fortsetzung vom vorigen Post, unter Markierung der fiktiven Kategorie “Lebenslagen” bringen… Merke: selber Haare schneiden ist nicht leicht, und noch viel weniger wenn man die Haare nicht einfach auf 0,05 mm abhacken will; sondern ein wenig Länge, ein wenig Stil und wohl auch ein wenig Stolz beibehalten will.

Klar, ich hätte zum Friseur (Friseusen-Uschi, respektive) gehen können. Wär wohl einfacher gewesen. Vielleicht auch erfolgreicher. Und schneller. Und besser sowieso. Aber wo ist da der Spaß? Man ist kein Mensch bis man sich nicht selbst verwundet hat, eben am besten mit einer Schere am Koppe, sagt man doch, oder? Es ist aber auch kein leichtes Unterfangen, das sag ich euch. Die Entscheidung, wie man was wo haben will, die fällt man nicht mal so in Sekunden. Nein, da kann schon fast ne Minute draufgehen! Ich gehe nunmal auch nicht gerne zum Friseur; und ich war in meinem Leben exakt ein Mal. Das ist keine Phobie oder so, nein, ich mag’s einfach nicht. Vielleicht auch Gewohnheit. Oder der Gedanke, zu wissen dass man Geld sparen kann.

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Merke:

hingekritzelt am Mittwoch, dem 18. Juli 2007 um 15:05 Uhr

Plastik-Butterdose nie mit kochend heißem Wasser abwaschen. Unschöne Verformungen an Dose und Hand.

Lecker

hingekritzelt am Sonntag, dem 15. Juli 2007 um 22:22 Uhr

Waschsalon. Teil einer urberliner Kneipe. Wo man noch Kindl, oder Berliner Pilsner trinkt. Mann mittleren Alters. Bierbauch, ölige Haare. Bauchfrei (nicht oberkörperfrei!). “Ick krich noch eens.” Sexy-lecker.

Skyscanner

hingekritzelt am Samstag, dem 14. Juli 2007 um 20:28 Uhr

Okay, zugegeben, ich reise gerne. Insofern habe ich mit des öfteren mit vielen Flug-Suchseiten auseinandergesetzt. Viele sind mittelmäßig, die meisten schlecht. Um so erfreulicher, über eine Seite berichten zu können der quasi nichts fehlt, die wirklich perfekt ist. (Was nun wie Werbung anmutet, ist keine, sondern vielmehr eine persönliche Lobhudelei.)

Kurz: Skyscanner ist schnell, übersichtlich, elegant, sauber, ein bisschen Web-2.0-savvy, und direkt. Man kann ziemlich flink Ablugsland/-flughafen und Ankunftsort wählen, und das für bestimmte Tage, oder nur Zeiträume (Monate).

Skyscanner - Flughafen-Auswahl
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Mein Name ist mein Schwert

hingekritzelt am Freitag, dem 13. Juli 2007 um 16:53 Uhr

Das OLG Hamburg hat heute entschieden, dass Unternehmensnamen in den URLs von Privat-Blogs nicht erlaubt sind. Könnte ja zur Verwirrung beitragen, ob die Seite nun von der Firma ist oder wie oder was. Das Namensrecht gelte.

Jetzt stellt sich die Frage: bezieht sich das nur auf Blogs, oder auch auf andere Seiten? Wenn erstes: wann ist ein Blog ein Blog (in miserabelster Grönemeyer-Manier singend)? Oder am Bespiel Bildblog: was ist, wenn ich den Blog ‘Bildungsblog’ nennen würde? Nichts halbes, nichts ganzes? Könnte ich einen Blog namens ‘Bundestags-Blog’ einrichten, oder gelten da Namensrechte nicht?

Naja, ist mal wieder so ein Urteil, das herzlich wenig durchdacht ist, und eines das beweist, dass wir inzwischen in solch einer technologischen Zeit leben, in der das Recht sich dem Stand der Technologie auch mal anpassen muss.

 

In other news: damit nicht zusammenhängend, passt aber gerade schön in das Paket rein, hat die aktuelle US-Regierung eine wunderschöne neue Front im Krieg gegen den allmächtigen Terror gefunden, nämlich kritische Äußerungen im Netz. Oh what a world/It seems we live in… [via Megaman René]