Im Sumpfe wälzen
hingekritzelt am Mittwoch, dem 25. Juli 2007 um 16:19 UhrMitanzusehen, wie die Fliege, die noch keine fünf Minuten meine Wohnung als ihr akutes Territorial bezeichnet, und von der ich dachte sie würde sowieso nach fünf Minuten wieder versuchen siebzehn Male direkt und volle Kanne gegen das Fenster fliegen, in dem Versuch aus dem Gefängnis zu entfliehen, ihre ebenbürtigen Volksgenossen zu finden, trotz des Wetters, trotz der momentanen Wirtschaftslage, wie diese Fliege also sich sowas von genüsslich in meinem halbwegs überfülltem Aschenbecher wälzt, lenzt, breit macht, wie sie gekonnt über die einzelnen Ascheberge wandert, fast schon triumphierend, man möchte sagen breit grinsend, wie sie gekonnt die orangen Zylinder nicht umgeht, sondern alles mitnimmt was sie kriegen kann, das lässt mich letztendlich doch wundern, warum wir Menschen so liebend gerne dem Luxus verfallen, und uns nur allzu sehr und allzu schnell an ihn gewöhnen.


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