Archiv für Mai 2007

Ideologie-Gelaber in der Wrangelstraße

hingekritzelt am Dienstag, dem 15. Mai 2007 um 10:43 Uhr

In Berlin-Kreuzberg, genauer gesagt in der Wrangelstr., formt sich momentan eine Front gegen die McDonald’s Deutschland Inc., die dort eine Filiale eröffnen will. Das ist jetzt anscheinend nicht mehr nur Kiez- bzw. Lokalthema, sondern wird auch z.B. im Berlin-Journal der ‘Zeit’ ‘besprochen’, mit (momentan) mehr “ist ja wohl ‘n Witz” als “endlich” Antworten.

Als jemand der ungefähr 200m vom besprochenen McDonald’s-Grundstück-in-spé entfernt wohnt muss ich mich doch fragen, warum eine solche Anti-McDonald’s-Initiative in einer Stadt wie Berlin als lächerlich empfunden wird, während, sollte sowas in einer Kleinstadt auf dem Lande passieren, alle nur “Hurra, wir wollen unser idyllisches Städtchenbild erhalten” schreien würden.

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FoxyTunes Planet

hingekritzelt am Montag, dem 14. Mai 2007 um 15:14 Uhr

Dies ist eine audiophile Seite. Ich mag Musik, ich liebe Musik, und neben der Musik an sich mag ich es auch, Infos, Lyrics, Photos und Videos über die/von den Interpreten und Bands zu sehen, zu lesen, und sie in meiner kleinen Hirnrinde anzusammeln.

Zur Hilfe kommt da nun eine kleine nette Web 2.0-hafte Seite namens FoxyTunes Planet. Man kann wunderbar sortiert suchen, nach Interpret, Genre, Song etc, und dann wird halt jeweils passende Info angezeigt, wie Videos von YouTube, Last.fm-Stream, Lyrics, Google-Suchergebnisse und noch einer Reihe von anderen Widgets. Auf deutsch: das ist eine schöne, und mit ein bisschen mehr Usability auch relativ nützliche ‘Gathering’-Seite.

Das ganze Ding würde natürlich nicht FoxyTunes heißen, wenn es nicht mit dem Firefox-Plugin ‘FoxyTunes‘ zu tun hätte. Hört man einen Song, kann man diesen per Klick in FoxyTunes Planet anzeigen lassen.

FoxyTunes Planet Screenshot

The Shins: Wincing The Night Away

hingekritzelt am Sonntag, dem 13. Mai 2007 um 12:53 Uhr

Als Andrew Largeman alias Zach Braff in Garden State gesagt bekam, die Shins würden sein Leben verändern, hatte die junge Dame, die das sagte, gar nicht mal so Unrecht. Als ich die Shins erstmals hörte, vor ein paar Jahren, mit ihrem Album Chutes Too Narrow, veränderten sie tatsächlich … naja mein Leben nicht, aber meinen Musikgeschmack schon. Vielleicht nicht um 180°, aber gute 37,6° werden’s schon gewesen sein. Sie hatten damals die Gabe, etwas Neues zu schaffen, nicht repliziert sondern teilweise aufgebaut auf Altem. Es war diese hinreißende Mischung aus 60s Pop-Rock, Folk und Vocals.

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Einhundertundeinunddreißig Tage

hingekritzelt am Samstag, dem 12. Mai 2007 um 00:03 Uhr

Ganz traditionell ist am zwölften Tag eines jeden fünften Monats eines Jahres für mich immer Album-Revue der ersten einhundertundeinunddreißig Tage jenes Jahres angesagt. Hat sich so etabliert. Naja, nicht wirklich, aber ich hab gerade Lust. Und so werde ich in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen immer mal wieder komische, kranke Gedanken über dieses und jenes Album rauslassen. Ich habe mir folgende Alben – in loser Reihenfolge - vorgenommen, mal sehen was daraus wird.

Eine beachtliche Liste, und wenn auch nur einer denkt ich werde das schaffen, so soll er bitter enttäuscht werden. Wahrscheinlich werde ich mit meinen Lieblingen anfangen, und dann stetig in Quali- und Quantität abnehmen. Immerhin, der berühmte Philosoph Homer sagte einmal wahre Worte: der Versuch ist der erste Schritt zum Versagen.

Mission accomplished … z.T.

hingekritzelt am Donnerstag, dem 10. Mai 2007 um 21:49 Uhr

So, der nicht lange (gar nicht, um genau zu sein) angekündigte Umzug auf einen neuen Server samt wunderschöner Domain ist brachial von Statten gegangen, und ich kann nun zu 95% zufrieden sein und mich zurücklehnen. Die Plugins die ich schon immer benutzen wollte funktionieren jetzt endlich (besonders das Tag-Plugin und das Ajax Edit Comments Plugin) und spinnen nicht mehr miteinander rum und versauen mir alles. Nun gilt es nur noch zwei, drei kleine Sachen auszumerzen.

Ansonsten bleibt alles anders, wie gewohnt. Schüss.

Pierre Rehov

hingekritzelt am Donnerstag, dem 03. Mai 2007 um 22:55 Uhr

So, wo ich nun gerade so schön in Fahrt bin mit Jon Stewart, ein weiteres kleines Zitat. Gestern Abend war Pierre Rehov zu Gast, ein französischer Regisseur, der nun einen Film über Selbstmord-Attentäter gemacht hat, namens “Suicide Killers“. Interviews mit einigen, deren Pläne fehlschlugen und die nun in Gefängnissen sitzen, über ihre Motive, ihre Mittel und Wege.

Jon Stewart: Will it change if the balance of poverty and other things change there? You know, I think people here always feel like ‘well there must be something we can do to change the equasion’.

Pierre Rehov: At this point I don’t think so. The thing is that, we are reluctant to fight the battle we should. You know, I love the Arabs […] I was born in [???] [Algeria] and I lived in Nigeria for ten years. And I, if I was in World War II, and I would love the Germans, I would want to defeat the Nazis in order to be friends with the Germans. And as far as I am, I’m liking the Arabs, I want to defeat their Nazis in order to be friends with them. And they are the first ones to suffer of this extreme Islam, because … this is not Islam, Islam is a beautiful religion. But these extremists are leading them to a situation which is gonna be catastrophic for them before it can even be catastrophic for us.

Auch lohnt sich ein Blick auf Rehovs Website mal, mit weiteren Infos. Im Übrigen bietet CNN noch mit einem Interview mit Rehov im März auf:


[DirektCNN-Interview]

Bockmist

hingekritzelt am Donnerstag, dem 03. Mai 2007 um 00:40 Uhr

Ich habe mächtig viele Filme gesehen in meinem Leben, einige sehr gut, viele wohl mittelprächtig, manche schlecht. Aber jedes Mal fasste ich mein eigenes Urteil, auch wenn ich mich von Kritiken gerne inspirieren ließ. Insofern schlug ich die Warnungen aus, diesen Film zu sehen, er sei zu schmachtend, zu liebestrachzend, zu pathetisch und naiv und vor allem zu einem immensen Teil fiktional. Nein, ich versprach mir einiges, ich dachte an die liebgewonnenen Indiana-Jones-Filme, ein wenig Historie war auch dabei; das müsste also quasi ein durchaus guter Film für mich werden. Denkste.

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Moyers interviewt Stewart

hingekritzelt am Mittwoch, dem 02. Mai 2007 um 11:55 Uhr

Okay, ich kucke die Daily Show with Jon Stewart jetzt schon relativ lange, regelmäßig, gerne. Er ist quasi eine Art Erleichterung, manche würden Messias sagen, ich scheue mich vor dem Wort. Jon Stewartist ein Mensch, der die Fähigkeit besitzt, Sachen, Tatsachen sowas von kristallklar auf den Punkt zu bringen wie kein anderer (zumindest in Europa gibt es nicht wirklich jemanden, dem man diese eloquente Gewitztheit, diese Augen für Dreh- und Angelpunkte nachsagen möchte). Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das Interview Stewarts mit John McCain vor ca. einer Woche, wo er vor McCains Augen und Ohren die Probleme des Kriegsmanagements effizient auseinandergenommen und sogleich auch wieder zusammengefügt hat. Man könnte ihn einen “Bottom-Line Guy” nennen.

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