Ideologie-Gelaber in der Wrangelstraße
In Berlin-Kreuzberg, genauer gesagt in der Wrangelstr., formt sich momentan eine Front gegen die McDonald’s Deutschland Inc., die dort eine Filiale eröffnen will. Das ist jetzt anscheinend nicht mehr nur Kiez- bzw. Lokalthema, sondern wird auch z.B. im Berlin-Journal der ‘Zeit’ ‘besprochen’, mit (momentan) mehr “ist ja wohl ‘n Witz” als “endlich” Antworten.
Als jemand der ungefähr 200m vom besprochenen McDonald’s-Grundstück-in-spé entfernt wohnt muss ich mich doch fragen, warum eine solche Anti-McDonald’s-Initiative in einer Stadt wie Berlin als lächerlich empfunden wird, während, sollte sowas in einer Kleinstadt auf dem Lande passieren, alle nur “Hurra, wir wollen unser idyllisches Städtchenbild erhalten” schreien würden.
Ich habe mich bis jetzt in keinster Weise aktiv an der Aktion beteiligt, und ja, ich gehe auch einmal alle vier Monate gerne zu McD., doch es geht hier nicht nur um schwarz-vs.-weiß, um irgendwelche neo-linke grüne Machenschaften die McD. als den Teufel deklariert. Ich würde ungern ein McD. hier sehen, weil es in der Tat das optische Bild des Kiezes hart verändern würde. Nicht nur die Filiale selber. Es ist bekannt, dass sich in einem Umkreis von so-und-so vielen Meter der Müll auf der Straße exponentiell vermehren würde, der Autoverkehr in der sonst nicht so viel befahrenen Wrangelstr. (bei einem McDrive) natürlich auch ansteigen würde. Ich prangere das an.
Vielleicht sollte man von den wunderbaren Ideologie-Ideen runterkommen und an faktische Darstellungen denken.
Update: jetzt hat auch noch SpOn das Thema aufgegriffen. Und man kann einen leicht sarkastischen Unterton herauslesen. Gefällt mir aber.


